Kapitel 28: Kraftwerk

Die Pioniere der elektronischen Musik und ihre Geschichte: In einem Mix aus autobiografischen Texten, Interviews und einer Adaption ihrer Musik nähert sich STORIES.WEIN.MUSIK. in „Kapitel 28: Kraftwerk“ dem deutschen Kulturphänomen, das die Popmusik weltweit beeinflusst und verändert hat. Die musikalisch-textliche Inszenierung geht am 23. und 24.10.2026, um 19:30 Uhr, im Biebertaler „LAB-3“ über die Bühne. Gastronomisch werden beide Aende von den Gießener Kult-Gastronomen aus dem „Sattblau“ begleitet.

Der Abend wirft Schlaglichter auf das Leben im Nachkriegsdeutschland, den gesellschaftlichen Umbruch der 60er und 70er Jahre und erzählt, wie aus einer avantgardistischen Bewegung internationale Hits wie „Das Model“, „Computerliebe“ oder „Autobahn“ möglich werden konnten. Die gelesenen Beiträge des Hamburger Schauspielers Ben Daniel Jöhnk werden mit der Klangwelt des „Kraftwerk“-Kosmos zu einer Komposition aus Text und Musik verwoben. Dabei geht es nicht nur darum, eine popmusikalische Erfolgsgeschichte zu rekonstruieren, sondern auch um die Frage, wie die Generation nach 1945 zu einem eigenständiges künstlerisches Statement in Deutschland gelangen konnte. Darüber hinaus öffnet die roboterhafte Stilistik des Düsseldorfer Quartetts im Zusammenhang mit der Debatte über Künstliche Intelligenz einen hochaktuellen Gedankenraum für das Verhältnis von Mensch und Maschine, wie es „Kraftwerk“ bereits 1978 als Albumtitel thematisiert hat.

Musikalisch wird einerseits der spezielle „Kraftwerk“-Sound musikalisch erlebbar, andererseits macht sich eine vierköpfige Band-Besetzung mit Johannes Quiring (Gesang), Peter Bongard (Keyboards), Manuel Steinhoff (Bass, Live-Elektronik) und Christoph Jilo (Schlagzeug, Live-Elektronik) auf den Weg zu einer eigenständigen Interpretation der Vorlage und lotet die krude Lyrik des Düsseldorfer Quartetts auch gesanglich aus.

Um mit „Kraftwerk“ zu sprechen: „Musique Non Stop“ und natürlich „Boing Boom Tschak“!

Der Vorverkauf läuft an allen einschlägigen Vorverkaufsstellen wie beispielsweise in Gießen die Tourist-Information oder online über das Ticketportal „Reservix“: